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Die Technologie hinter der Therapie – so funktioniert die Bestrahlung

Strahl, Dosis und Rasterscanning

Wirkung von Strahlung

Die Wirkung der Dosis im Körper hängt dabei sehr davon ab, welche Strahlung benutzt wird. Während z.B. Sonnenstrahlung hauptsächlich wärmt, zerstört sog. ionisierende Strahlung, wie die verwendete Ionenstrahlung, die Zellen. Dies geschieht insbesondere durch Schädigung der DNA. Die Strahlentherapie nutzt diesen Effekt, um von außen die kranken Zellen eines Tumors zu zerstören. Da in geringerem Maße auch gesunde Zellen geschädigt werden, versucht man den Bereich hoher Dosis auf die kranken Bereiche zu beschränken. Das gelingt aufgrund des Bragg Peaks und des Rasterscann Verfahrens besser als in der konventionellen Therapie mit Röntgenstrahlung.

Planung

Für die Bestrahlung des Tumors geben unsere Ärzte vor, wie viel Dosis an der entsprechenden Stelle im Tumor anfallen soll und wie viel Dosis in gesundem Gewebe maximal vertretbar ist. In der Bestrahlungsplanung wird diese Vorgabe umgesetzt. Dazu wird ein dreidimensionales Modell des Patienten mit Hilfe eines Computertomographen (CT) erstellt. Die Planungssoftware berechnet eine optimale Kombination der vielen möglichen Strahlen die am besten zur Vorgabe der Ärzte passt. Bevor dieser Plan appliziert wird, prüfen unsere Ärzte und Medizinphysiker die korrekte Umsetzung der Planungsvorgaben. Das Ergebnis ist eine Folge von Punkten im Patienten, die bestrahlt werden sollen. Typisch ist, dass jeder Punkt mit einer anderen Anzahl von Ionen bestrahlt wird, deswegen spricht man von intensitätsmoduliertem Partikeltherapie.

Bestrahlung

Der Therapiestrahl wird punktgenau im Tumorgewebe appliziert. Für jede Energiestufe sind mehrere Punkte zu bestrahlen oft sogar über 1000. Hierzu werden die Scanner Magnete sehr schnell und präzise eingestellt. Jeder Punkt wird solange bestrahlt, bis die geplante Anzahl an Ionen erreicht ist. Typischerweise geschieht das in einer hundertstel Sekunde.