Am Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) hat die Rekrutierung für die randomisierte PRO-HYPO-Studie begonnen. Sie vergleicht erstmals in einem randomisierten Design die hypofraktionierte Protonentherapie mit der hypofraktionierten IMRT bei Männern mit Prostatakarzinom.
Bei der Bestrahlung des Prostatakarzinoms werden zunehmend hypofraktionierte Konzepte eingesetzt, die die Behandlungsdauer deutlich verkürzen. Protonen geben ihre Energie gezielt im Tumor ab und schonen dadurch das umliegende Gewebe. Ob dies zu weniger Nebenwirkungen an Darm und Blase führt, wurde bislang noch nicht in einer randomisierten Studie untersucht.
Die PRO-HYPO-Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Sebastian Adeberg, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am UKGM Marburg, soll diese Frage beantworten. Insgesamt 202 Patienten werden per Zufall einer von zwei Gruppen zugeteilt. Beide Gruppen erhalten 20 Bestrahlungssitzungen über etwa vier Wochen, entweder mit Photonen (IMRT) oder mit Protonen am MIT. Untersucht werden die akuten Nebenwirkungen der Bestrahlung, Lebensqualität und Langzeitergebnisse über eine Nachbeobachtung von fünf Jahren.
Teilnehmen können Männer mit einem nicht metastasierten Prostatakarzinom (Stadium T1–T3), die sich für eine Strahlentherapie als primäre Behandlung entschieden haben.
Die Studie ist im Deutschen Register Klinischer Studien registriert (DRKS00039317): https://www.drks.de/search/de/trial/DRKS00039317
Kontakt:
Studienbüro der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Tel.: 06421 58-68074 · E-Mail: Studien.Radioonkologie.MR(at)uk-gm.de