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Vorteile der Partikeltherapie

Im Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) wird eine andere Strahlenqualität zur Therapie von Tumoren eingesetzt als dies in der Photonentherapie üblich ist: die Ionenstrahlung.

Ionen sind geladene Teilchen bzw. Partikel – deshalb wird diese Bestrahlung auch Teilchen- bzw. Partikeltherapie genannt. Unsere Ionenstrahlung besteht entweder aus Protonen oder aus Schwerionen:

Protonen sind die positiv geladenen Kerne von Wasserstoffatomen, von denen die Elektronenhülle abgestreift wurde. Schwerionen sind die positiv geladenen Kerne von Atomen größerer Masse ohne Elektronenhülle. Sie sind deutlich schwerer als Protonen. Am MIT kommen Kohlenstoffionen zum Einsatz. Die am MIT eingesetzten C-12 Ionen sind 12 mal schwerer als ein einzelnes Proton.

In der konventionellen Strahlentherapie, die seit vielen Jahren in der Tumorbehandlung sehr erfolgreich ist, wird mit Röntgenstrahlen bestrahlt, die aus kleinen Lichtteilchen, den Photonen, bestehen. Daher spricht man bei einer konventionellen Strahlentherapie auch von einer Photonenbestrahlung. Doch es gibt Tumoren, die Photonen gegenüber fast völlig unempfindlich sind. Auch bei Tumoren, die tief im Körper liegen oder neben sehr strahlenempfindlichen Geweben oder Organen lokalisiert sind, wie z.B. Hirnstamm, Sehnerv oder Darm, stößt die konventionelle Strahlentherapie an ihre Grenzen: Mit ihr ist es technisch unmöglich, im Tumor eine ausreichend hohe Dosis zu verabreichen, ohne das Nachbargewebe zu schädigen. In diesen Fällen ist die Ionenstrahlung deutlich überlegen.

Biologische Vorteile der Schwerionenstrahlung

Physikalische Vorteile der Protonen- und Schwerionenstrahlung