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Das Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT)

Das Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) stellt eine innovative Technologie zur Behandlung von Tumoren zur Verfügung. Dabei werden zur Bestrahlung geladene Ionen statt der sonst in der Strahlentherapie üblichen Photonen genutzt. Bis heute wurden am MIT über 850 Patientinnen und Patienten behandelt.

Im Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum wird sowohl mit Wasserstoffionen (Protonen) als auch mit Kohlenstoffionen bestrahlt. Die Behandlung mit Protonen und Kohlenstoffionen ist hochwirksam und bietet Patienten mit bisher strahlentherapeutisch schwer beherrschbaren Tumoren neue Behandlungsmöglichkeiten. Im Rahmen der Strahlentherapie von Tumoren ist durch den Einsatz der Partikelstrahlung daher auch bei Behandlung ausgedehnter oder sehr komplexer Bestrahlungsvolumen eine optimale Schonung von Risikoorganen wie zum Beispiel Sehnerven, Herz, Lunge, Leber oder Nieren möglich.

Der klinische Betrieb wird vom Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) getragen. Im Rahmen der Behandlung am UKGM erhalten Sie eine patientenorientierte individuell angepasste Therapieempfehlung, die sich an wissenschaftlichen Standards und den aktuellen Leitlinien der deutschen Krebsgesellschaft orientiert. Wir suchen für Sie zusammen mit allen beteiligten Fachkollegen, im Rahmen von interdisziplinären Besprechungen, nach der besten Therapie.

Hierzu wurde am Universitätsklinikum Marburg das fachübergreifende Krebszentrum Anneliese Pohl Comprehensive Cancer Center gegründet. Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am UKGM ist im Rahmen dieses Zentrums an allen durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten Organzentren als Behandlungspartner beteiligt. Alle Patientinnen und Patienten, die an das Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum zur Behandlung oder zur Mitbehandlung überwiesen werden, werden im Rahmen einer interdisziplinären Partikel-Tumorkonferenz am UKGM vorgestellt und besprochen.